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Dass Laufen gesund ist und den Kreislauf so richtig in Schwung bringt, ist ja hinlänglich bekannt und dass man gar nicht früh genug damit anfangen kann, will unsere Übungsleiterin, Melanie Dolinsky, den jungen Sportlern vermitteln. Melanie wohnt mit ihrer Familie in Malchow und wollte 2018 unbedingt beim 2. Mudder Island Event auf der Insel mitmachen. Um sich darauf vorzubereiten, hat sie mit dem Laufen begonnen und ist bis heute dabeigeblieben. Sie hat mit ihrem Ehrgeiz auch ihren Sohn Benjamin überzeugt, der bereits in der Laufgruppe trainiert. Als es sich nun ergab, dass die Laufgruppe eine neue Ausrichtung brauchte, hat Melanie diese Aufgabe übernommen. Jeden Freitag von 16.00 – 17.00 Uhr trainiert sie die jungen Läufer-/innen im Alter zwischen 8-13 Jahren. Neben Ausdauerlauf gehören auch Laufspiele zum abwechslungsreichen, wöchentlichen Trainings-programm. Das Training soll den jungen Sportler-/innen in erster Linie Spaß machen, dabei stetig Kondition aufbauen und die eigene Fitness stärken. Herzlich willkommen sind immer Neugierige, die sich im Laufsport in der Gruppe und unter motivierter Anleitung von Melanie ausprobieren möchten.

Chronik der Laufbewegung auf Poel
1970er Jahre: Das Laufen auf der Insel Poel entwickelt sich zunehmend als beliebte Sportart. Zwar gibt es noch keine feste Organisation, doch immer mehr Sportler nutzen die malerische Landschaft der Insel für ihre Läufe. In dieser Zeit entstehen erste Laufveranstaltungen, darunter der Ostsee-Städtelauf und später der “Cap-Arcona-Lauf”.
1980er Jahre: Der “Cap-Arcona-Lauf” wird als fester Bestandteil des sportlichen Lebens auf Poel etabliert. Jedes Jahr am 1. September, dem Weltfriedenstag, werden Schüler und Betriebssportler zu diesem Gedenklauf delegiert. Die Veranstaltung dient der Ehrung der Opfer der Schiffskatastrophe vom 3. Mai 1945 und findet großen Anklang in der Region. Doch mit der politischen Wende Anfang der 1990er Jahre kommt diese Tradition abrupt zum Erliegen.
1993: Mit dem 70. Jubiläum des Poeler SV ergreifen Roland Martzahn und Wilfried Beyer die Initiative, um die Laufbewegung auf der Insel neu zu beleben. Sie organisieren den ersten “Insellauf”. Unter einfachsten Bedingungen – mit zwei mechanischen Stoppuhren und einem Blatt Papier zur Zeitnahme – startet das erste Rennen. Die Zeiten werden von den Frauen der Läufer handschriftlich notiert. Mit nur 20 Teilnehmern ist das Starterfeld noch sehr überschaubar, doch das Event legt den Grundstein für eine neue Lauftradition auf Poel.
1994: Der Wunsch nach weiteren Laufveranstaltungen wächst. Infolgedessen wird auch der “Cap-Arcona-Gedenklauf” wieder ins Leben gerufen. Beide Läufe erhalten fortan feste Plätze im jährlichen Laufkalender. Roland Martzahn erkennt das steigende Interesse am Laufsport und gründet eine offizielle Laufgruppe innerhalb des Vereins, um ein regelmäßiges Training anzubieten.
1995-2000: Die Laufstrecken werden festgelegt und stetig optimiert. Der “Insellauf” startet und endet nun auf dem Sportplatz, führt über eine landschaftlich reizvolle Strecke am Leuchtturm und am Inselhotel vorbei. Neben der Hauptstrecke über 11 Kilometer werden auch kürzere Distanzen von 1,5 km, 3 km und 5 km angeboten. Die Teilnehmerzahlen steigen kontinuierlich, und die Veranstaltung erhält zusätzliche Unterstützung. Pokale werden von der Gemeinde gesponsert, während “HAPPY TEXX” über viele Jahre hinweg T-Shirts für alle Teilnehmer bereitstellt. Die Läufe gewinnen an Bekanntheit, und immer mehr Sportler aus verschiedenen Bundesländern reisen für die Events nach Poel.
2008: Die AOK erkennt den hohen gesundheitlichen Wert des Laufsports und steigt als Sponsor ein. Der “Insellauf der AOK” wird ins Leben gerufen und professionalisiert die Veranstaltung weiter. Durch die Unterstützung der Krankenkasse erfährt die Laufbewegung auf Poel eine zusätzliche Aufwertung, und die Teilnehmerzahlen wachsen weiter.
2013: Die Gründung einer neuen Laufgruppe bringt weiteren Aufschwung. Unter der Leitung von Yvonne Fiering, Sabine Bahr, Katja Suchau und anderen engagierten Sportlerinnen entsteht ein neues sportliches Netzwerk. Zeitgleich wird die Idee eines neuen Laufevents geboren: Der “Poeler Abendlauf” soll das bestehende Laufangebot erweitern und die Insel noch stärker als Laufsportdestination etablieren.
2013-2018: Der “Poeler Abendlauf” entwickelt sich innerhalb weniger Jahre zu einer festen Größe im regionalen Laufkalender. Mit bis zu 750 Teilnehmern pro Veranstaltung ist er ein großer Erfolg. Die Organisation wird durch ein Team aus fast 20 Mitgliedern und rund 70 Helfern sichergestellt. Die Veranstaltung begeistert nicht nur durch ihre sportlichen Herausforderungen, sondern auch durch die kameradschaftliche Atmosphäre und die naturnahe Streckenführung.
2019: Die Laufgruppe erlebt eine Umstrukturierung. Niklas Krombach, der als Übungsleiter viele junge Sportler motiviert hatte, verlässt die Insel. Seine Schwester Fabienne Krombach übernimmt die Leitung der Laufgruppe und führt sie zu weiteren Wettkämpfen im Land.
2020: Die Corona-Pandemie stellt die gesamte Sportwelt vor große Herausforderungen. Auch die Laufbewegung auf Poel bleibt nicht verschont. Trotz aller Bemühungen von Melanie Dolinsky, die Laufgruppe weiter am Leben zu erhalten, müssen Veranstaltungen abgesagt werden. Die Organisation neuer Events wird durch die pandemiebedingten Einschränkungen erheblich erschwert.
2022: Ein schwerer Rückschlag trifft die Laufbewegung, als Heiko Winkler, eine zentrale Figur in der Organisation der Laufveranstaltungen, unerwartet verstirbt. Sein plötzlicher Tod führt zu einem organisatorischen Stillstand. Ohne seine Leitung gerät die Durchführung neuer Läufe ins Stocken. In einer spontanen Initiative übernehmen Heiko Evers, René Lange und Torsten Paetzold die Organisation der Laufveranstaltungen, um die Lauftradition auf Poel aufrechtzuerhalten. Ihr Engagement sorgt dafür, dass weiterhin Wettkämpfe stattfinden können.
2023: Durch personelle Veränderungen im Sportverein, die das Organisatsionsteam minimierten, kamen die Läufe erneut ins Stocken. Mehrere Anläufe, die Situation zu entschärfen brachten trotz weitreichenden Bemühungen, nicht den gewünschten Erfolg, die Teilnehmerzahlen gehen drastisch zurück. Die Laufbewegung auf Poel verliert an Dynamik.
November 2024: Angesichts der rückläufigen Entwicklung treffen sich die ehemaligen Organisatoren Torsten Paetzold, René Lange und Heiko Evers erneut. Sie beschließen, ab 2025 die Organisation der Laufveranstaltungen wieder in vollem Umfang zu übernehmen. Ihr Ziel ist es, den Laufsport auf der Insel erneut zu stärken und an die erfolgreichen Jahre anzuknüpfen.
2025: Mit dem Neustart der Organisation wird dringend ein neuer Übungsleiter gesucht, um die Laufgruppe wieder mit Leben zu füllen und das frühere Leistungsniveau zurückzugewinnen. Die Laufbewegung auf Poel soll mit neuer Energie und einem starken Team in die Zukunft geführt werden.
Fazit: Die Laufbewegung auf Poel hat über Jahrzehnte hinweg Höhen und Tiefen erlebt. Sie begann als spontane sportliche Betätigung, wuchs durch engagierte Organisatoren zu festen Veranstaltungen heran und entwickelte sich zu einem wichtigen sportlichen Ereignis auf der Insel. Trotz Rückschlägen, wie dem organisatorischen Stillstand nach der Corona-Pandemie und dem Verlust zentraler Figuren, zeigt sich, dass die Leidenschaft für das Laufen auf Poel ungebrochen ist. Der entschlossene Neustart ab 2025 beweist, dass mit Engagement und Teamgeist Traditionen fortgeführt und neu belebt werden können. Die Zukunft der Poeler Laufbewegung hängt nun von neuen Übungsleitern und motivierten Sportlern ab, die bereit sind, diese Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben.